Wasserführende Kaminöfen
Moderne, wasserführende Kaminöfen geben ihre Wärme über die Zentralheizung an alle Zimmer des Hauses ab und beheizen das Aufstellungszimmer zusätzlich. Sie verteilen die Energie gleichmäßig im Haus, wirken wie eine Heizungsanlage und können auch die Heißwasserversorgung gewährleisten. Dadurch entlasten oder ersetzen sie sogar die Heizungsanlage und verhindern gleichzeitig ein Überheizen des Aufstellungsraums.
In Verbindung mit dem Heißwasserspeicher der Heizungsanlage kann die Energie aus dem Feuer am Abend auch noch am nächsten Morgen, z. B. für die Dusche, genutzt werden. In Deutschland ist für die wasserführenden Kaminöfen, die druckführend sind, eine thermische Ablaufsicherung vorgeschrieben, da dadurch, falls der Strom für die Umwälzpumpe ausfällt, die Wärme über das im Notfall den Kaminofen durchströmende Trinkwasser abgeführt wird.
Wasserführende Kaminöfen, die als offene, drucklose Anlage betrieben werden, benötigen die thermische Ablaufsicherung hingegen nicht, da sich hier trotz Stromausfalls kein Druck durch erhöhte Temperaturen aufbauen kann und diese Kaminöfen konstruktionsbedingt eigensicher sind. Wasserführende Kaminöfen, die zusätzlich ein Kochfeld und/oder ein Backfach aufweisen, werden als wasserführende Heizungsherde oder Kochheizherde bezeichnet.
Warmluft Kamin-/Holzöfen
Öfen dieser Technologie ist es möglich mit einem minimalen Verbrauch an Holz und einem Mindestwirkungsgrad von weit über 75 % bei der Wärmeproduktion mit einer Ladung Holz einen kompletten Tag einen Raum zu beheizen. Der Ofen besteht aus gebogenen Stahlrohren, die eine zylindrische Brennkammer bilden. Der größte Teil der Rohroberfläche liegt dabei innerhalb der Brennkammer und gewährleistet so einen maximalen Wärmeaustausch.
Während des Betriebs erhitzt sich die Luft in den Rohren sehr schnell. Dem einfachen physikalischen Konvektionsprinzip folgend steigt sie empor und tritt oben als Warmluft aus den Rohren aus. Kalte Luft strömt von unten nach, wird wiederum erwärmt und folgt diesem ständigen Kreislauf. Durch diese andauernde Umwälzung verteilt sich die Luft schnell und gleichmäßig in den zu beheizenden Räumen.
Anders als normale Kaminöfen wird die komplette
Luft im Raum erwärmt, nicht nur die direkte Umgebung des Ofens.
Emissionen
Kaminöfen mit einer Wärmeleistung von > 15 KW unterliegen in Deutschland den Regelungen der Ersten Bundes- Immissionsschutzverordnung. Hierin sind Anforderungen an den Umweltschutz aufgeführt, die der Hersteller der Kaminöfen und nach der Inbetriebnahme der Feuerstätte auch der Betreiber einzuhalten hat. Kaminöfen mit einer Wärmeleistung von ≤ 15 KW unterliegen in einigen Landkreisen, von Region zu Region unterschiedlichen und speziellen Anforderungen an den Umweltschutz.
Aktuell wird eine Gesetzesänderung vorbereitet, die zum Ziel hat, die regionalen „Verordnungen“ aufzulösen und durch eine einheitliche Verordnung des Bundes zu ersetzen. Inhalt der Gesetzesänderung ist insbesondere die Einführung von Mindestwirkungsgraden für alle Holzfeuerungen und die Begrenzung der Feinstaubemissionen. Die Einhaltung der neuen Anforderungen ist messtechnisch vom Besitzer der Feuerungsanlage nachzuweisen. Für Altanlagen sind Übergangszeiten geplant.
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