Alles über Kaminöfen und Kachelöfen
 

Kohleöfen - Kanonenöfen

Kohle- oder Kanonenöfen sind Öfen für feste Brennstoffe (Scheitholz, Holz-Hackschnitzel, Holz-Pellets, Holz-Sägespäne, Braunkohlebriketts, Steinkohle, Papierfaser-Briketts).

Heute heißen sie auch Dauerbrandofen, Werkstattofen und und und.....

 

Kanonenofen

Ein Kanonenofen ist ein kleiner gußeiserner zylinderförmiger Ofen mit Abzug auf kleinen Füßen für die Zimmerbeheizung, wie er im 19. bis weit in das 20. Jahrhundert hinein gebräuchlich war. In diesem Zylinder befand sich der Feuerungsraum für die Kohle mit dem Ascherost und dem darunterbefindlichen Aschekasten, die während des Brennvorgangs mit entsprechenden Türen verschlossen wurden. Ähnliche gusseiserne Öfen von größerem Ausmaß gab es bereits im 18. Jahrhundert. Die zylindrische Form und die daraus resultierende Ähnlichkeit mit Kanonen waren es, welche ihm den Namen gaben. Besonders stark verbreitet waren diese Öfen seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben der Funktion als Wärmequelle diente der Kanonenofen zugleich auch als dekoratives Element im Zimmer. Eine auch heute noch bekannte Firma, die solche Öfen produzierte, ist Oranier.
 


Schwedischer Ofen

Der schwedische Ofen bildet einen sehr hohen Zylinder, in welchem fünf Kanäle in der Art angeordnet sind, dass der zylindrische Raum zunächst durch zwei parallele vertikale Wände in drei Teile geteilt ist, von welchen die beiden seitlichen durch eine schwache Wand vertikal halbiert werden, während der mittlere Teil den Feuerraum enthält. Die Feuerungsgase steigen hier in die Höhe, verteilen sich rechts und links in zwei Seitenkanäle, gehen in diesen hinab und in den daneben liegenden Seitenkanälen wieder empor, um sich über dem mittleren Kanal zu vereinigen und unter der Decke des Ofens durch ein Rauchrohr zu entweichen. Die Heizöffnung befindet sich in der Regel im Zimmer.
 


Pfälzer Ofen

Der Pfälzer Ofen des Eisenwerks Kaiserslautern ist nach dem Prinzip des Schachtofens für die Bedienung im Zimmer konstruiert. Er besitzt zwei Füllhälse (Schächte), durch welche er sowohl für eine vorübergehende als auch für kontinuierliche Heizung geeignet ist. Man entzündet auf dem Rost ein leichtes Feuer und schüttet durch den untern Schacht jedes beliebige Brennmaterial ein, wenn der Ofen nur kurze Zeit funktionieren soll. Will man dagegen das Feuer längere Zeit unterhalten, so schüttet man nussgroße Koks durch den obern Schacht ein und lässt den mittleren Schacht, welcher, wie beim Schachtofen, in den Ecken mit Kanälen versehen ist, geschlossen. Die Regulierung erfolgt auch hier durch Verschiebung der aufgeschliffenen Aschenfalltür, die aber noch ein zentrales Loch besitzt, durch welches der Rost mittels eines Hakens zur Beseitigung der Asche gerüttelt werden kann. Ein Mantel gestattet auch hier die Benutzung des Ofens zur Ventilation, außerdem lässt sich der Ofen leicht mit einem einfachen Aufsatz versehen, durch welchen er zur gleichzeitigen Beheizung zweier benachbarter Zimmer geeignet wird.

 

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